Pressemeldung
Antrag auf die Erstellung eines Streuobstbestände Katasters
Antrag auf die Erstellung eines Streuobstwiesenkatasters bzw. Streuobstbeständekatasters in Bad Kreuznach und einer Informationsstelle für Streuobstwiesen und die Vernetzung mit dem Landkreis Bad Kreuznach.
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
hiermit stellt die Fraktion FDP/ Liste Faires Bad Kreuznach den Antrag auf die Erstellung eines Streuobstbestände Katasters. Des Weiteren beantragen wir, dass die Stadt Bad Kreuznach auf ihrer Homepage ein Amt als Anlaufstelle benennt (z.B. Grünflächenamt), die interessierten Bürgern/innen, Vereinen und Schulen Informationen und Hilfestellung geben kann, wie man Streuobstwiesen und andere Obsthochstammbestände plant und an Zuschüsse vom Land Rheinland-Pfalz und der EU kommt.
Begründung:
Im Zuge des Klimawandels sollte die Stadt Bad Kreuznach alle Möglichkeiten nutzen um interessierten Bürgern/innen, Vereinen und Schulen zu helfen etwas für den Klimaschutz und die Anpassung zu tun und mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.
Streuobstbestände liefern seit Jahrhunderten Obst und schonen das Grundwasser, den Boden und verbessern die Luft. Sie prägen die Landschaften und begünstigen das Klima, indem sie den Wind bremsen oder Wärme speichern. Mehr als 3000 Obstsorten, 3000 Tierarten und 450 Pflanzenarten sind in den Streuobstwiesen nachweisbar.
Dies ist ein sehr hohes Maß an biologischer Vielfalt und die Bedeutung von Streuobstbeständen für den Artenschutz ist erwiesen.
Das große Nahrungs- und Strukturangebot zieht unter anderem Brutvögel, Wildbienen und Fledermausarten an, die bei den Obstbäumen gute Bedingungen finden. Eine Streuobstanlage ist immer ein Biotop und hilft dem Klimawandel entgegenzuwirken.
Die Bestände sind im Land rückläufig, da sie oft nicht gepflegt werden und verbrachen. Mit ihnen geht ein ökologisch wertvolles Kulturgut verloren.
Wir als Fraktion FDP und Liste Faires Bad Kreuznach sehen es als wichtig an, die Bürger/innen, Vereine und Schulen über den Mehrfachnutzen der Streuobst-bestände aufzuklären und ihnen Hilfestellung zu geben, wie sie Streuobstwiesen, landschaftsprägende Solitärbäume und weitere Streuobstanlagen neu anpflanzen können und sie entsprechend pflegen.
Weiterhin sollen interessierte Bürger/innen, Vereine und Schulen Hilfestellung von der Stadt Bad Kreuznach bekommen, wenn es um Zuschüsse durch Förderprogramme der EU „EULLa" – Vertragsnaturschutzprogramm geht.
Das Streuobstwiesen bzw. Streuobstbestände Kataster dient als Datengrundlage bei der städtischen Begleitung lokaler Streuobst-Aktivisten und unterstützt die Entwicklung und Implementierung langfristiger ggf. abgestimmter Nutzungsund Pflegekonzepte.